Kutterstunde

ISBN: 978-3-948995-34-8 Hardcover1. Auflage 2025

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Vertriebskontakt: alexander.jenak@gmx.de

Beschreibung

Wieder ein Buch zum großen Thema Fischerei von Alexander Jenak! Nachdem 2023 der Band über die Fischereikennzeichen der DDR erschienen war, liegt nun so etwas wie ein Gedenkbuch vor, das an die stimmungsprägenden Fischereifahrzeuge in den Häfen und an den Stränden der Ostsee erinnern will. Ja, erinnern; denn es gibt heute kaum noch Fischereifahrzeuge zu sehen. Der Hauptinhalt des Büchleins ist in drei Abschnitte unterteilt: Der erste beschäftigt sich mit Kuttern, die als Monumente aufgestellt sind, der zweite mit den beliebten Fischbrötchenkuttern und der dritte mit sonstigen interessanten Kuttern. Dabei werden die vorgestellten Fischereifahrzeuge nicht nur abgebildet, sondern es wird auch in ihre Geschichte eingetaucht und, wenn vorhanden, daraus historische Abbildungen, entweder alte Ansichtskarten oder eigene Fotos des Autors gezeigt. Bei der Durchsicht des Hauptteils kann man feststellen, dass einige der Hauptdarsteller inzwischen verschwunden sind, entweder auf der Sondermülldeponie oder vielleicht als Brennholz durch den Schornstein gegangen sind. Umso besser, dass der Autor noch einmal schriftlich ihnen einen Nachruf hinterhergesandt hat. Besonders ist hervorzuheben, dass es in diesem Band auch einen Registerteil gibt: Die erwähnten/behandelten Schiffe kann man in einem alphabetisch geordneten Schiffsnamensverzeichnis und in einem solchen nach Fischereikennzeichen suchen und hoffentlich auch finden. Falls man seinen Lieblingskutter nicht gefunden hat, so kann man sich schon auf den Band zwei der Kutterstunde freuen, der ihn eventuell enthalten wird.

Zusätzliche Informationen

Produktform allg.Hardcover
Abbildungen196 Fotos
Format15,8 cm x 21,5 cm
ISBN978-3-948995-34-8
Auflage1. Auflage 2025
SprachenDeutsch
Erscheinungstermin01.08.2025
Warengruppe Ratgeber/Fahrzeuge/Schiffe
Verlagedition lesezeichen von STEFFEN MEDIA GmbH

Vorwort

Dieses Büchlein soll ein kleines Denkmal sein für die vielen, vielen hölzernen Fischereifahr¬zeuge, die Arbeitsmittel der Küstenfischer waren und das Bild der Häfen und Strände geprägt haben.
Mit dem Sammeln von Fotos, Ansichtskarten und Geschichten über die Küstenfischerei an der Ostsee vor Mecklenburg-Vorpommern habe ich relativ spät angefangen. Fast zu spät! Heute existiert nur noch ein kaum nennenswerter Rest dieser insgesamt riesigen Flotte. Leider! Die Gründe dafür werden den Fischern selbst (Überfischung) und dem Klimawandel zugeschoben. In den „wissenschaftlichen“ Betrachtungen werden aber fast immer die riesigen Kormoranschwärme, die Robben und Seehunde verschwiegen.
Ich denke, auch wenn schlagartig alle verbliebenen Fischer ihren Beruf aufgeben würden, würde es weiter gehen mit dem Abwärtstrend der Fischbestände. Bis 1990 gab es an unserer Küste nur die eine Kormoran-Brutkolonie bei Stralsund-Devin. Sie wurde bewirtschaftet, d. h. ihr wurden Kormorane kontrolliert entnommen, sodass es nie eine Überbelegung der Kolonie und damit nie Anlass zur Gründung neuer Brutkolonien gab. Mit dem Greifen der unnützen Schutzgesetze der EU nach 1990 explodierte der Kormoranbestand förmlich!
Dr. Egon Schlieker, Fischereiwissenschaftler von Hiddensee und ehemaliger Vorsitzender der FPG Vitte, zog zu den verschiedensten Vorträgen über Fischerei und Fischereipolitik nie ohne einen ausgestopften Kormoran los, um mit diesem Präparat eindringlich vor der Gefahr für die Fischerei durch diese intelligenten und nicht unansehnlichen Tiere zu warnen.
Einschub: Meines Erachtens ist es bei der Unterschutzstellung von Arten immer wichtig einen regionalen Bezug zu definieren und eine Obergrenze für die jeweilige Population festzulegen. Man sieht jetzt das Theater um die Wolfsausbreitung und die damit verbundenen Schäden für die Landwirtschaft, wenn man Obengenanntes nicht bedenkt!
2011 habe ich Dr. Schlieker bei einem Kolloquium des Landesverbandes MV der Deutschen Gesellschaft für Schifffahrts- und Marinegeschichte (DGSM) in Stralsund im Nautineum auf dem Dänholm kennengelernt.
Einige Zeit später, im April 2015, organisierte ich einen Besuch der Regionalgruppe Vorpommern der DGSM in Neuendorf auf Hiddensee und bat Dr. Schlieker, uns das dortige Fischereimuseum zu zeigen. Schon die Seefahrt von Stralsund aus nach Neuendorf bei herrlichstem Frühlingswetter war ein Erlebnis! Dr. E., wie er in Neuendorf liebevoll genannt wurde, erwartete uns am Hafen und geleitete uns zum Museum. Wir waren begeistert von diesem Kleinod in Neuendorf!
Anschließend wurde der Besuch in Neuendorf mit einem zünftigen Mittagessen in der Boje, dem Restaurant der Schliekers, abgeschlossen. Ich bedankte mich bei Dr. Schlieker für seine Führung durch den Ort und im Museum mit einem Zeitschriftenpaket unserer DGSM-Publikation.
In der Folgezeit entwickelte sich ein anregender E-Mail-Verkehr zu Fischereifahrzeugfragen und dazu schlossen sich mehrere Besuche in Neuendorf an.
Und irgendwann lief unser E-Mail-Austausch zu den einzelnen Fischereifahrzeugen unter dem Betreff KUTTERSTUNDE.
Im Andenken an Dr. Egon Schlieker hat dieses Büchlein den Titel KUTTERSTUNDE.

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